Projektregion

Regionaltypische Agrarlandschaft im Naturpark Thüringer Wald
Regionaltypische Agrarlandschaft im Naturpark Thüringer Wald (© Thünen-Institut/Sebastian Klimek)

Der Thüringer Wald liegt als Mittelgebirge mit Höhenlagen zwischen 400 bis knapp an die 1000 m über NN zentral in Deutschland. Der Gebirgsblock erstreckt sich keilförmig von SO nach NW und verjüngt sich auf einer Länge von 100 km dabei von 60 km Breite auf ein 5 km breites Kammgebirge. Der Rennsteig ist der First des Gebirges. Die 220 Siedlungen folgen entweder dem Talverlauf der Gewässer oder liegen als Rodungsinseln auf den breiter werdenden Bergkuppen und sind mosaikartig in die Waldgebiete eingestreut.

Die historisch gewachsene Kulturlandschaft des Thüringer Waldes ist seit 1990 als Naturpark ausgewiesen und eine bekannte, traditionelle Region für den Natur‐ und Erholungstourismus. Die abwechslungsreiche Landschaft wird in 21 verschiedene Naturräume unterteilt. Die Fläche des Naturparks umfasst 220.000 ha. 70 % der Fläche liegen im Landschaftsschutzgebiet Thüringer Wald; 8 % entfallen auf das Biosphärenreservat (BR) Vessertal‐Thüringer Wald. Nahezu 50 Naturschutzgebiete (NSG) und eine Vielzahl weiterer Schutzgebiete (Flächennaturdenkmale, Geschützte Landschaftsbestandteile, Naturdenkmale) und wertvoller Lebensräume liegen im Naturpark Thüringer Wald. Die Kammlagen sind geprägt durch Fichtenbergwälder, Buchen‐Fichten‐Wälder, eingestreute Bergwiesen, Quellfluren und Moore. In den tief eingeschnittenen Kerbsohlentälern finden sich entlang der Gewässer schmale Talwiesen und an den Bergflanken steile, oftmals terrassierte Hangwiesen. Der Waldanteil beträgt 62 % und 33 % der Naturparkfläche werden landwirtschaftlich genutzt.